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Medizinische Informationen der deutschen
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Reiseinformationen
für Thailand vom Tropeninstitut der Universität
München hier
Allgemeine
Reiseinformationen für Thailand
Aufgrund der vermehrten Regenfälle die in
Thailand bis ungefähr Oktober auftreten stehen
für viele Insekten, wie z.B. Mücken vermehrt
Brutplätze zur Verfügung. Dadurch nimmt die
Anzahl der Überträgermücken zu. Aus diesem
Grund treten Krankheiten, die durch Mücken übertragen
werden, wie z.B. Dengue Fieber, Malaria und
Japanische Enzephalitis während und nach den
Regenperioden häufiger auf. Die meisten
Niederschläge werden in den Monaten September
und Oktober verzeichnet. Gute Mückenschutzmaßnahmen
und - nach ärztlicher Absprache - ggf. eine
medikamentöse Malariavorbeugung oder eine
Impfung gegen Japanische Enzephalitis sind bei
entsprechenden Risiko daher unentbehrlich.
Landesweit besteht eine erhöhte
Infektionsgefahr für diverse
Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus,
Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis,
Wurmerkrankungen) die durch verunreinigte
Speisen oder Getränke übertragen werden. Daher
sollten stets sorgfältige Nahrungsmittel- und
Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchgeführt
werden. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten
Hepatitis A-Vorkommen ist ein Hepatitis
A-Impfschutz generell empfohlen. Bei Reisen
unter einfachen hygienischen Bedingungen, in
Regionen mit erhöhten Typhusvorkommen, ist ein
Typhus - Impfschutz sinnvoll. Vor dem Verzehr
und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants
und von Märkten wird gewarnt.
Allgemein besteht ein erhöhtes Tollwut-Risiko,
durch die Zunahme von streunenden Hunden
insbesondere in Stadtbereichen, wie z.B. in
Bangkok. Eine ausreichende medizinische
Versorgung nach Bissverletzung ist nicht immer
sicher gewährleistet. Bei längeren
Aufenthalten wird daher vorsorglich eine
Tollwut-Impfung empfohlen. Bei Bissverletzungen
oder Belecken von Schleimhäuten oder Wunden
durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt
bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen. Auskünfte
können über die deutsche Botschaft im Land
erteilt werden.
Malariahinweise
( Koh Samui gilt als
Malariafrei )
Risikogebiete: hohes Risiko in den
Grenzgebieten im Nordwesten zu Myanmar (Tak) und
im Südosten zu Kambodscha (Trat). Des weiteren
besteht ein Risiko in den übrigen Gebieten,
einschließlich der Touristengebiete im Goldenen
Dreieck, der Küsten, Khao Sok National Park und
auf einigen Inseln (z.B. Ko Chang und Ko Mak vor
Trat)
Kein Malariarisiko: Bangkok, Chanthaburi, Chiang
Mai, Pattaya, Chiang Rai, Phuket und Ko Samui
Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung.
Erhöhtes Risiko während der Regenzeit Mai -
Oktober
Malariaart: über 55 % Malaria tropica (P.
falciparum), ansonsten Malaria tertiana (P.
vivax)
Vorbeugung
Schutz vor Mückenstichen empfohlen durch lange
Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen,
Mosquitonetze, etc.
Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen
(Chemoprophylaxe) in den Grenzgebieten im
Nordwesten zu Myanmar (Tak) und im Südosten zu
Kambodscha (Trat) bei Aufenthalten ab 8 Tagen
Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby) in den
übrigen Gebieten, einschließlich der
Touristengebiete im Goldenen Dreieck, der Küsten,
Khao Sok National Park und auf einigen Inseln
(z.B. Ko Chang und Ko Mak vor Trat) sowie in den
Grenzgebieten im Nordwesten zu Myanmar (Tak) und
im Südosten zu Kambodscha (Trat) bei
Aufenthalten bis einschließlich 7 Tagen
Die vorstehenden Empfehlungen zur
Malaria-Vorbeugung orientieren sich an
Erfahrungen und Daten aus der Reisemedizin und
gelten für den "Regelfall" eines
organisiert reisenden Touristen. Der beratende
Arzt kann sich im Rahmen einer individuellen
Beratung für ein anderes Vorgehen entscheiden,
wenn das Malaria-Risiko z.B. durch Reisestil,
Aufenthaltsdauer, Region, Saison oder aktuelle
Ereignisse deutlich höher oder geringer
anzusetzen ist als bei einem typischen
Touristikurlaub. Daher ist vor Abreise in ein
Malaria-Risikogebiet eine individuelle Beratung
beim Arzt unbedingt empfohlen.
Impfungen
Krankheit Impfschutz Risikogruppen
Schweinegrippe Ja
Diphtherie Impfung ja Grundsätzlich sollten
alle Personen einen Impfschutz besitzen
(Auffrischung alle 10 Jahre). FSME nein .
Gelbfieber Impfung nein .
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem
Hepatitis-A-Vorkommen.
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete
mit erhöhtem Hepatitis B–Vorkommen und bei
erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren
Aufenthalten (> 1 Monat).
Anlässlich einer Reise nach Thailand ist es
ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich
in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für
Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig
empfohlen..
Japanische Enzephalitis Risikogruppen ja
Reisende mit längeren Aufenthalten (ab 4
Wochen) in ländlichen Gebieten, in denen die
Japanische Enzephalitis vorkommt, v.a. während
Regenzeiten mit gehäufter Verbreitung der Überträgermücken.
Kinderlähmung ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem
Polio-Infektionsrisiko.
Meningokokken Meningitis nein .
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen
einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10
Jahre).
Tollwut Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit
erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde,
Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können
durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder
erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch
Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder
Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders
gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen
Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
Typhus Risikogruppen ja Reisen in Länder mit
unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung
(z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen)..
Impfung Vorschriften
Gelbfieber Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung
ist erforderlich für alle Reisenden (> 1.
Lebensjahr), die aus
Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten)
kommen.
Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der
WHO ausgewiesenen (s. Karte
Gelbfieber-Verbreitungsgebiete)..
spezielle Gesundheitsrisiken
Krankheit Anmerkung Schutz
Aids bis November 2001: 181.484 gemeldete
Erkrankungen (Zahlen nach WHO)
Die Rate der infizierten Prostituierten ist
hoch.
Die Übertragung erfolgt zu 90% heterosexuell.
Der Anteil Drogenabhängiger liegt bei 4%.
Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen
und Nadeln
Bilharziose Vorkommen: landesweit im Süßwasser
v.a. in Phitsanulok, Phichit, Surat Thani
Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser
(Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Borreliose landesweites Vorkommen Schutz vor
Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung
von insektenabweisenden Mitteln (Cremes,
Lotionen, Sprays)
Dengue-Fieber Vorkommen: landesweit Schutz vor Mücken
durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von
insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen,
Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen
von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall,
Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige
Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Filariose Vorkommen: Grenzgebiete im Westen und
Feuchtbiotope an der Südostküste Schutz vor
Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende
Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden
Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils,
Mückennetze, etc.
Fleckfieber Vorkommen: vor allem im Buschland im
Norden und Nordosten Schutz vor Kleiderläusen
durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen
(sorgfältige Reinigung und regelmäßiger
Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen
empfohlen !
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung.
Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen
und Nadeln
Japanische Enzephalitis Vorkommen: ländliche
und suburbane Gebiete im N > S
Übertragungsmonate: Mai - Oktober Impfung.
Schutz vor Mücken durch hautbedeckende
Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden
Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils,
Mückennetze, etc.
Tollwut landesweites Vorkommen Impfung.
Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren
(v.a. Hunden und Katzen)
Botschaft
Botschaft des Königreichs Thailand
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Motorrad- und Sex-Unfälle
quelle www.N24.de, AFP
Todesfalle Thailand: zu viel Viagra und Alkohol
Auch für 120 Deutsche endete der Urlaub unter
tropischer Sonne im vergangenen Jahr nach
Angaben der Deutschen Botschaft in Bangkok tödlich.
Häufigste Ursache: Motorradunfälle, bei denen
die Touristen angetrunken auf dem Sattel saßen
und weder Schutzkleidung noch Helm trugen. An
zweiter Stelle der Todesstatistik: Herzattacken
beim Sex, oft nach der Einnahme von Viagra.
"Zu hause kämen die Leute gar nicht auf
den Gedanken, mehrere Cocktails zu trinken und
dann in Badehose oder Bikini auf ein Motorrad zu
steigen, für dass sie nicht einmal einen Führerschein
haben," sagt Steven Martin, Autor des
"Lonely Planet" Reiseführers über
Thailand. Selbst wenn jemand glaube, er könne
gut fahren, sei er nicht unbedingt auf
"Kokosnuss-Transporter, streunende Hunde
und den rasanten asiatischen Fahrstil"
vorbereitet. Die meisten Unfälle enden für die
Touristen tödlich.
Gefährlicher Cocktail
Thailands Touristenpolizei spricht von 119
Sterbefällen. Auslandsvertretungen in Bangkok
kommen allerdings auf fünf Mal so viele Tote,
wie eine Umfrage von AFP bei zehn Botschaften in
Bangkok ergab. Öfter noch als deutsche
Touristen waren 2003 demnach Briten und
Amerikaner betroffen. Vor allem Männer leben
gefährlich. Der Cocktail aus Alkohol und
potenzfördernden Medikamenten wie Viagra
bekommt vielen Herren nicht.
"Es ist die Mischung aus einem
fortgeschrittenen Alter, dem Alkohol und dem
feuchtheißen Klima, das die Europäer nicht
gewohnt sind. Hinzu kommen die Medikamente und
die ungewohnte körperliche Aktivität",
erklärt der deutsche Konsul Karsten Tietz mit
einem Anflug von Scham. Jedes Jahr setzten sich
in Europa Millionen von Männern in den Flieger
gen Asien. Vor allem Thailands Rotlichtviertel
locken die Sextouristen mit preisgünstigen
Vergnügungen.
Unfall bedeutet oft den finanziellen Ruin
Egal, ob die Touristen käufliche Liebe oder
tropische Strände und ausgelassene Partys
suchen: Ein Unfall bedeutet für viele von ihnen
den finanziellen Ruin. "Keine Versicherung
bezahlt, wenn jemand betrunken oder ohne Führerschein
auf dem Motorrad unterwegs ist", gibt
Warren Macilwain von der australischen Botschaft
zu bedenken. Den Rücktransport verletzter Angehöriger
ins Heimatland können viele Familien nicht
bezahlen. Auf mehrere zehntausend Euro beziffern
die Botschaften diese Kosten. Wer die Beerdigung
eines Familienmitglieds ausrichten muss, zahlt für
den Transport der Leiche ebenfalls kräftig mit.
Die Touristen sollten einfach weniger trinken
und Motorradhelme tragen, meint der
Bestattungsunternehmer Hirun Phurdnampetch, der
auf Touristen aus Europa und den USA
spezialisiert ist. Er mahnt zu mehr Vorsicht -
auch aus ganz eigennützigen Gründen:
"Dann hätte ich nicht immer so viel
Arbeit."
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